Ablauf 02 · neues unbehandeltes Parkett

Zuerst der Untergrund, dann das Muster, zuletzt die Oberfläche

Bei neuem unbehandeltem Parkett arbeiten zwei Systeme zusammen: WAKOL hält unten die Geometrie, LOBA bestimmt oben Aussehen und Beständigkeit.

messen → vorbereiten → auslegen → verkleben → schleifen → schützen

WAKOL MS 262 — schnelles, sauberes VerlegenDie offizielle Darstellung von Folienbeutel und Mehrfachdüse. Bei dieser Düse verlaufen die Riefen parallel.
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Die entscheidende Weggabelung

Welches WAKOL-System braucht der Untergrund?

01

Trocken + eben

Ein geeigneter, mechanisch vorbereiteter und abgesaugter Untergrund kann MS 262 oft direkt oder über D 3055 aufnehmen. Calciumsulfatestrich immer mechanisch vorbereiten; Gussasphalt mit PU 280 oder MS 330 trennen.

D 3055 bei Bedarf → MS 262.
02

Trocken + uneben

Klebstoff gleicht nicht aus. D 3003/D 3004 + Z 610 ist der Weg für einen geeigneten mineralischen Untergrund, nicht für jeden nicht saugenden, hölzernen oder asphaltierten Untergrund.

Grundierung nach Untergrundart → Z 610 (unter Parkett mindestens 2 mm) → MS 262.
03

Restfeuchte + eben

Nur auf dauerhaft feuchtebeständigem Untergrund: eine genaue CM-%- bzw. KRL/CRH-Messung des Untergrunds, die Grenzen des TDS und eine vorhandene konstruktive Abdichtung.

PU 280 oder MS 330 innerhalb der TDS-Grenzen → MS 262.
04

Restfeuchte + uneben

Sperrschicht, Haftbrücke und Spachtelung müssen ein System bilden; D 3045 innerhalb des vorgeschriebenen Zeitfensters auftragen.

PU 280/MS 330 → D 3045 → Z 610 → MS 262.
Das vollständige Protokoll

Jeder Schritt hat einen Nachweis, dass Sie weitermachen dürfen.

  1. 01

    Parkett und Muster festlegen

    Notieren Sie Holzart, Aufbau, Maße, Nut/Feder oder Klick, das geplante Muster und die Vorgaben des Herstellers. Wählen Sie danach die Auftragsart für MS 262; einzelne Raupen sind nicht für jedes Format zulässig.

    KontrollpunktDer gewählte Klebstoff, die Düse bzw. Zahnung und die Oberfläche sind für dieses Parkett freigegeben.
  2. 02

    Akklimatisierung und Raumklima

    Lagern Sie das Parkett nach den Vorgaben des Herstellers. Die Bodentemperatur soll mindestens 15 °C, die Raumtemperatur mindestens 18 °C betragen; die Zielluftfeuchte liegt bei etwa 40–65 %. Eine Fußbodenheizung muss ein abgeschlossenes Aufheizprotokoll des Estrichs haben.

    KontrollpunktParkett, Untergrund und Raum liegen im zulässigen Klimabereich.
    kein Produkt in diesem Schritt
  3. 03

    Untergrund messen und prüfen

    Prüfen Sie Estrichart, CM-%- bzw. KRL/CRH-Feuchte des Untergrunds, Ebenheit, Druck- und Haftzugfestigkeit, Risse und Verunreinigungen der Oberfläche. Schwache Schichten, Farbe, Öl, altes loses Material und Staub entfernen Sie mechanisch. Calciumsulfatestrich bereiten Sie mechanisch vor und saugen ihn gründlich ab; Gussasphalt trennen Sie vor MS 262 immer mit PU 280 oder MS 330.

    KontrollpunktDie Messwerte sind festgehalten, der Untergrund ist fest und frei von Trennmitteln.
  4. 04

    Ausbessern und spachteln

    Örtliche Schäden bessern Sie mit der passenden WAKOL-Reparaturmasse aus. Einen unebenen Untergrund grundieren Sie und spachteln ihn mit Z 610; unter Parkett muss die Schicht mindestens 2 mm betragen. Die Masse vor dem Verkleben nicht schleifen, sofern das TDS nichts anderes vorgibt.

    KontrollpunktUnter der 2-m-Latte gibt es keine unzulässigen Abweichungen; die Masse ist für Parkett trocken genug.
  5. 05

    Trockene Auslegung

    Messen Sie den Raum und zeichnen Sie eine Bezugsachse. Legen Sie mehrere Reihen ohne Klebstoff, gleichen Sie die Zuschnitte an den Wänden aus und markieren Sie die Startlinie. Bei Fischgrät bauen Sie ein genaues Startdreieck oder eine Führung.

    KontrollpunktDie erste Reihe ist geometrisch nachgewiesen und die Randzuschnitte sind nicht unzumutbar schmal.
    kein Produkt in diesem Schritt
  6. 06

    MS 262 auftragen

    Bei zulässigen langen Elementen tragen Sie mit der Dreiecksdüse Querraupen im Abstand von 8–10 cm auf. Bei der Mehrfachdüse verlaufen die Riefen parallel zur Verlegerichtung. Mit der Zahnkelle kämmen Sie den Klebstoff vollflächig und gleichmäßig durch. Bereiten Sie nur so viel vor, wie Sie in etwa 40 Minuten verlegen.

    KontrollpunktDie Riefen sind gleichmäßig, ohne Haut, Pfützen oder leere Bereiche.
  7. 07

    Einlegen und Übertragung prüfen

    Legen Sie das Element sofort in den frischen Klebstoff, drücken Sie es an und schließen Sie die Fuge mit dem Schlagklotz. Heben Sie die ersten Elemente an und prüfen Sie die Übertragung auf der Rückseite. Verwenden Sie Abstandshalter und Dehnfugen nach den Vorgaben des Herstellers.

    KontrollpunktDie Rückseite ist korrekt benetzt, die Linien bleiben gerade, die sichtbaren Fugen sind klebstofffrei.
  8. 08

    Aushärtung

    Frische Flecken entfernen Sie nach einem Verträglichkeitstest sofort mit RT 5960. Die Abbindung dauert etwa 24 h; unbehandeltes Parkett ist laut TDS in der Regel nach 12 h auf saugendem und 24 h auf nicht saugendem Untergrund für die Oberflächenbehandlung bereit. Prüfen Sie die Stabilität vor dem Begehen oder Schleifen.

    KontrollpunktDie Elemente bewegen sich beim Begehen oder Schleifen nicht.
  9. 09

    Schleifen und Kitten

    Neues unbehandeltes Parkett egalisieren Sie in derselben kontrollierten Abfolge wie einen alten Boden. Nach dem Mittelschliff füllen Sie die stabilen Fugen mit EasyFill/VivaFill und feinem Staub und führen dann einen gleichmäßigen Feinschliff aus.

    KontrollpunktDie Geometrie ist eben, die Fugen sind voll, das Schliffbild ist einheitlich.
  10. 10
Systemwege

Wählen Sie das Ergebnis und bleiben Sie im System.

Fehler, die zu spät sichtbar werden

Fünf Stellen für eine bewusste Pause.

STOP 01

Klebstoff als Spachtelmasse

Dicke Klebstoffpfützen erzeugen keinen ebenen Untergrund und verringern die Kontrolle über die Übertragung.

STOP 02

Raupen für das falsche Format

Einzelne MS-262-Raupen sind eingeschränkt; kleinere Elemente brauchen die Mehrfachdüse oder vollflächigen Auftrag.

STOP 03

Ohne trockene Auslegung

Das Muster läuft weg, die Randzuschnitte werden zu schmal und Korrekturen erfolgen im offenen Klebstoff.

STOP 04

Warten vor dem Verlegen

MS 262 hat keine Ablüftzeit; das Parkett kommt sofort in die frische Riefe.

STOP 05

Klebstoff in den Fugen

Klebstoff kann später mit Lack oder Öl reagieren und ist auf der fertigen Oberfläche sichtbar.

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