Klick oder Nut und Feder?
Klickparkett darf nur vollflächig verklebt werden, wenn der Hersteller es ausdrücklich erlaubt.
Die Garantievorgaben des Parkettherstellers haben Vorrang.Ablauf 03 · mehrschichtiges Fertigparkett
Fertigparkett wird nach dem Verlegen in der Regel weder geschliffen noch lackiert. Jeder Fleck, jeder Höhenunterschied und jede Beschädigung bleibt deshalb sichtbar — umso wichtiger ist Disziplin beim Klebstoff.
Vorgaben bestätigen → messen → auslegen → sauber verkleben → richtig pflegen
Klickparkett darf nur vollflächig verklebt werden, wenn der Hersteller es ausdrücklich erlaubt.
Die Garantievorgaben des Parkettherstellers haben Vorrang.Für einzelne MS-262-Raupen verlangt das aktuelle TDS bei mehrschichtigem Parkett eine Länge von mindestens 90 cm.
Für kleinere Elemente verwenden Sie die freigegebene Mehrfachdüse oder eine passende TKB-Zahnung.Lack, Öl und UV-Beschichtung verlangen unterschiedliche Reinigungsmittel und Pflege.
Erkennen Sie die Oberfläche vor der ersten Reinigung; tragen Sie nicht aus Gewohnheit zusätzlichen Lack auf.Bestätigen Sie, dass vollflächiges Verkleben zulässig ist, welcher Untergrund, welche Ebenheit, welche Feuchte und welche Randfuge gefordert sind und ob ein MS-Polymer-Klebstoff verwendet werden darf.
Öffnen Sie die Pakete wie vorgegeben, prüfen Sie auf Schäden und Farbunterschiede und mischen Sie Dielen aus mehreren Paketen. Sichtbare Fehler legen Sie beiseite, bevor sie mit Klebstoff in Kontakt kommen.
Messen Sie die Feuchte, prüfen Sie die Ebenheit und entfernen Sie schwache Schichten mechanisch. Calciumsulfatestrich bereiten Sie mechanisch vor und saugen ihn gründlich ab. D 3003/D 3004 + Z 610 gilt nur für einen geeigneten mineralischen Untergrund; Gussasphalt trennen Sie vor MS 262 immer mit PU 280 oder MS 330. Sperrschichten gegen Restfeuchte sind nur für dauerhaft feuchtebeständige Untergründe und innerhalb der zulässigen TDS-Grenzen vorgesehen.
Legen Sie mehrere Reihen ohne Klebstoff, legen Sie Anfang und Ende fest und richten Sie dann eine völlig gerade Bezugslatte oder -linie ein. Planen Sie die Arbeit so, dass Sie nie auf frisch verlegten Dielen gehen.
Bei langen, zulässigen Dielen können Sie mit der Dreiecksdüse Querraupen im Abstand von 8–10 cm verwenden. Für kleinere Elemente und mehr Kontrolle nehmen Sie die freigegebene Mehrfachdüse oder vollflächigen Auftrag mit passender TKB-Zahnung.
Setzen Sie die Diele sofort ein, drücken Sie sie über die volle Länge an und schließen Sie die Fuge mit einem geschützten Schlagklotz. Heben Sie die ersten Dielen an und prüfen Sie die Klebstoffübertragung. Hände, Werkzeug und Knie dürfen keinen Klebstoff auf die fertige Oberfläche tragen.
Angehobene Kanten oder störrische Elemente beschweren Sie mit einer ebenen, sauberen Platte, die den Druck verteilt. Das darf keinen unebenen Untergrund kaschieren und nicht den gesamten Klebstoff herausdrücken.
MS 262 bindet in etwa 24 h ab. Entfernen Sie die Abstandshalter während der Aushärtung nicht zu früh und montieren Sie keine Sockelleisten, wenn dadurch die erforderliche Dehnfuge geschlossen würde. Prüfen Sie Stabilität, Hohlstellen und Fugen, bevor Sie den Boden belasten.
Lackiertes Fertigparkett reinigen Sie regelmäßig mit LOBA Home Cleaner for finished hardwood; für geölte Böden verwenden Sie die Variante für oiled/waxed. Care setzen Sie gelegentlich und nur für den richtigen Oberflächentyp ein. Halten Sie die Wassermenge immer gering.
Braucht UV-lackiertes Fertigparkett später eine professionelle Auffrischung ohne Schleifen bis aufs Holz, ist der mögliche Weg: CareRemover → Neutralisieren → Haftungstest → 2K Contact → ein nicht glänzender 2K Duo oder 2K Supra A.T.
Regelmäßige schonende Reinigung, gelegentlich Care für lackierte Böden.
Ein Reiniger für geölte/gewachste Böden und die passende Ölpflege.
Ein Haftsystem, das Fasen und Struktur erhält.
Vollflächiges Verkleben ohne Freigabe kann die Garantie beenden oder die Verbindung beschädigen.
Ausgehärtetes MS-Polymer lässt sich nur mechanisch entfernen und kann das Werksfinish beschädigen.
Fertigdielen zeigen Höhenunterschiede, Hohlstellen und belastete Fugen.
Werkseitige UV-Beschichtungen haben eine unbekannte Oberflächenenergie; ohne Vorbereitung löst sich der Lack.
Lackierte, mit eindringendem Öl behandelte und HardwaxOil-Böden brauchen unterschiedliche Produkte.
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